
Kurze Ansprache unseres Chormitgliedes Heinz Treunert zum 198. Stiftungsfestes
Gebt doch bitte einmal Ruh und hört mir fünf Minuten zu.
Liebe Sangesbrüder, werte Gäste ich begrüße Euch zum heutigen Stiftungsfeste
Die Zeitung schreibt und das ist wahr,
der Männerchor Winzerla wird 198 Jahr.
Seine Lieder klingen frisch und jung ,
sie bringen stets den richtigen Schwung.
Ob Tenor oder Bass das ist uns ganz gleich,
die Stimmen klingen rein und superweich.
Durch ein lecker Bier wird die Stimme geölt,
damit keiner zu laut in den Saal hinein grölt.
Und kratzt’ s in der Kehle, dann kriegt man die Wut,
dann tut so ein Schluck aus dem Fläschchen echt gut.
Wir spülen hinunter, was fest sitzt im Hals
Und irgendwas sitzt immer fest, jedenfalls.
Und gibt’s mal kein Bier und auch keinen Wein,
dann kann’s zum Geburtstag ein Schnäpschen auch sein.
Bei Kurtchen findet donnerstags die Singstunde statt,
da darf jeder mitsingen, der Freude dran hat.
Der Christian am Taktstock ermahnt wenn man schwatzt,
damit keiner das Probelied verhunzt und verpatzt.
Und nun zu den Stimmen, den besonders hellen,
man hört sie im Lied an besonderen Stellen.
Der erste Tenor, wahrscheinlich schwierig zu singen,
den muss der Christian immer extra trimmen.
Sie sind wie das Salz im Gesangsduett,
denn ohne sie wär die Musik nicht komplett.
Sie singen gar eifrig und trällern lupenrein,
ohne ersten Tenor wär der Chor kein Gesangsverein.
Der zweite Tenor steht gleich nebenan
und hält sich genau an die Noten dran.
Diese Stimme hat es bestimmt auch nicht leicht,
drum wird ihr in der Pause nebenan ein Schnäpschen gereicht.
Das brauchen die Sänger, dass kann man verstehen,
der Arndt singt dann ganz besonders schön.
Kommt aus der Runde mal ein falscher Ton,
war’s Gesangsschüler Klaus, das wiss’mer schon.
Auch Gunter muss immer schön konzentriert singen,
sonst wird der Walter mit den Händen gleich schwingen.
Der Walter, der Walter der kennt sich aus,
singen wir mal nicht richtig, da will er nach Haus.
Da gibt es auch noch zwei andere Stimmen,
ohne sie kann ein Lied niemals richtig klingen.
Zunächst mal zum Bass Nummero eins,
hier singt leider manchmal auch jeder seins.
Und sing’se mal richtig, bimmelt plötzlich ein Telefon,
es ist Löwe sein Handy, dass wissen wir schon.
Bereitschaftssingen, so nennt er dass,
es gibt von den Stadtwerken auch dafür noch was.
Es ist zwar nicht viel, das muss auch nicht sein,
bringt aber doch ein Gesangslohn ein.
Wer will einen Chor schon hör’n ohne Bass,
dass ist ja wie Bier aus’ nem Eimer und nicht aus dem Fass.
Die zweite Stütze im Gesangsverein,
dass kann nur der gewaltige zweite Bass sein.
Man hört ihn nur tief und feierlich singen
und hört dabei leise Engelsschwingen.
Auch ist hier vertreten die Creme de la Creme,
die sich dann auch ohne Binder nicht schäm.
Der Chef vom Verein singt auch hier mit,
aber dazu komm ich im nächsten Abschnitt.
Den Ton gibt in der Bassstimme Harry an,
weil der am tiefsten Brummen kann.
Sein Geldbörs’chen oh wie fein,
passt stets in die kleinste Hosentasche rein.
Lässt er sich wieder mal ein Scharnier auswechseln,
muss Heinz sich auf seinen Platz dann setzen.
Der schließt dann nicht mal seinen Drahtesel ab,
sondern blickt würdevoll auf die andern herab.
Die Brille hat er vor Hektik auch vergessen,
aber es wird sowieso seine herrliche Bassstimme gemessen.
So singt jede Stimme in ihrem Ton mit,
dies nennt man einfach Chorauftritt.
Von Erfurt kommt als Angereister,
Christian unser Taktstockmeister.
Die Bratwurst ist seine Lieblingsspeise,
die restlichen nehme ich mit, singt er leise.
Die packt er auch im Beutel ein,
nach Erfurt soll’s ne lange Heimreise sein.
Auch bei Kuchen schaut er ganz verzückt,
die Marschverpflegung wird gleich mit verdrückt..
Sonst ist unser Christian einfach nicht zu ersetzen,
darum will ich auch nicht länger über ihn schwätzen.
Zum Vorstand noch ein paar Worte, wie schade,
er singt auch gern mit bei jeder Parade.
In der Gesangsstunde steht er am Anfang und Ende vorn
und bläst das Neueste aus dem Vereineshorn.
Alle Vereinsnachrichten gibt er stets bekannt
und knüpft so manches Freundschaftsband.
Da singen wir dann zum Sommerfest ,
stets nach dem Motto: „ We are the best.” ( phon. „ Wi ar de best“)
Bei Jubilaren hat sich besonders bewährt,
werden sie mit schönen Blumen von Prüfers beschert.
Im Jahr Zweitausendzehn gibt es dann ein ganz großes Fest,
dass wohl keinen Höhepunkt für irgend jemanden offen lässt.
Zweihundert Jahre ist dann der Verein,
da laden wir uns viele Gäste ein.
Aus Nah und Fern reisen sie dann an
und wir sind wieder mit singen dran.
Da zeigen wir, was in uns steckt,
der Thüringer Sängerbund wird aufgeschreckt.